Integration
Der Begriff Integration wurde in der öffentlichen Diskussion der letzten Jahrzehnte immer wieder instrumentalisiert: Je nach politischem Standpunkt konnte er Anpassung, Assimilation, Eingliederung, Zusammenleben oder Mitbestimmung bedeuten. Im Sinne eines gleichberechtigten Zusammenlebens in einer demokratisch verfassten Gesellschaft kann Integration aber nur die gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft bedeuten.
Integration ist dabei erstens als Prozess und nicht als Zustand zu verstehen und zweitens als ein Prozess, an dem mindestens zwei Parteien aktiv beteiligt sind. Es geht um gleiche Rechte und Pflichten, um Chancengleichheit, um Partizipation und nicht zuletzt um Toleranz, Akzeptanz und beiderseitiges Verstehen.
Der Einsatz der Gewerkschaften für die Integration von ausländischen MitbürgerInnen hat eine lange Tradition. Sie arbeiten dabei auch eng mit anderen gesellschaftlichen Gruppen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebenen wie z.B. mit MigrantInnenorganisationen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsorganisationen, Ausländerbeiräten und Arbeitgeberorganisationen zusammen.
